Sommer 2026

Die zahlreichen Brände sind offensichtlich (fast?) vorbei. Jetzt beginnt die Aufarbeitung der Ereignisse. Seitens der Feuerwehren, der zuständigen Stellen usw.

Ein Bericht aus Frankreich:

Einen Monat nach den gewaltigen Feuern hat in Frankreich die Aufarbeitung begonnen. Der Premierminister und die Präfektin sind an zwei separaten Terminen nach Le Porge gefahren, wo 183 Häuser zerstört wurden. Unter den Einwohnern hat sich die Überzeugung verbreitet, dass man die Normalo-Kommune geopfert habe, um stattdessen mit größeren Mitteln das weiter südlich gelegene Cap Ferret zu schützen, wo die Reichen wohnen. Sophie Brocas, die Präfektin von Nouvelle-Aquitaine und der Gironde, war am Mittwoch im Festsaal der Gemeinde. Sie ließ sich auspfeifen, fungierte als Blitzableiterin für den Zorn der Anwohner. Dann erläuterte sie die Fakten, zeigte die aufgewendeten Mittel und die Chronologie der Maßnahmen und trug alles vor, was derzeit an Erkenntnissen über diese dramatischen Tage vorliegt. Der Fachbegriff der französischen Verwaltung für diese Art von Bilanz ist Retex – retour d’expérience.

Diese erste technische Bilanz belegt nicht, dass jemand den Ort Le Porge willentlich geopfert hat. Aber auch nicht, dass alles glatt lief. Sophie Brocas räumte ein, dass sie beim Verzicht auf die Smartphone-Warnung FR-Alert möglicherweise eine Dummheit begangen habe – „peut-être que c’est une bêtise“. In Wahrheit hat das Megafeuer alle überfordert. Die Behörden argumentieren, der Schutz von Menschenleben habe in dieser Phase Vorrang gehabt. Im Porge lief die Evakuierung bereits; auf der schmalen Halbinsel Cap Ferret mussten zugleich Zehntausende Menschen über im Wesentlichen eine einzige Straße oder per Boot in Sicherheit gebracht werden.

30. August 2026


Die Hitze ist vorbei, jetzt sind die Unwetter gekommen.

Abgedeckte Dächer, beschädigte Autos, umgefallene Bäume, überflutete Gebäude.


Brandstellen wie glimmende Wurzelstämme oder Baumstümpfe sind es, die der Feuerwehr auch Tage, nachdem das Großfeuer gelöscht worden ist, zu schaffen machen. Gegen diese Glutnester, die noch längere Zeit immer wieder aufflammen können, hilft Regen freilich, aber eben nur bis zu einem gewissen Grad, wie Harald Vacik vom Institut für Waldbau der Universität für Bodenkultur (Boku) in Wien erklärt: Ob der Regen Abhilfe schaffe, hänge weniger mit der Menge an sich zusammen als mit den Temperaturen in Wurzelstock oder Stamm, die noch lange Feuer wieder entfachen können.

Zwar können ein kurzer Regenschauer oder ein Gewitter die Entzündungswahrscheinlichkeit im Wald etwas mindern, allerdings eben nur bedingt, führt der Waldbrandforscher aus: Ist die Bodenvegetation feucht oder zumindest angespritzt worden, kann ein Feuer weniger leicht entstehen oder sich ausbreiten.

Zentral aber sei: In einer Wurzel oder im Inneren eines Baumstammes könnten die Temperaturen so hoch werden, dass es „intern immer weiter glost“. Es sei daher nicht die Menge an Wasser, die entscheidend sei, um diese Brandherde zu löschen, sondern: Die Glutnester müssen gezielt gelöscht werden. Das gelinge nicht durch kurzen Starkregen, erklärt Vacik: Das Wasser fließe an der Oberfläche ab durch die wasserabweisende Wirkung der Asche.

Ein tatsächliches Abkühlen gelinge entweder durch einen länger anhaltenden Niederschlag, der allmählich in den Boden ein- und das Holz durchdringe. Oder aber durch die Arbeit von Feuerwehrleuten: durch das Ausgraben von Wurzelstöcken, das Zerteilen von Baumstämmen und der anschließenden Löscharbeit.


Sturmfront über Salzburg

Umgestürzte Bäume, beschädigte Autos, auf Seen war die Wasserrettung im Einsatz.

https://salzburg.orf.at/stories/3367998


Sturmfront über Oberösterreich


In Friaul (Italien) waren zuletzt 800 Feuerwehrleute mit 300 Fahrzeugen im Einsatz.

Feuerwehrkommandant Ricky De Agostini: „Es ist ein neuer Rekord, es ist kein schöner Rekord, aber so einen großen Waldbrand hat es in der Geschichte noch nie gegeben.“

https://kaernten.orf.at/stories/3367925


„Für uns als Feuerwehr bedeutet die Meldung ‚Brand aus‘ bei einem Waldbrand dieser Größenordnung weit mehr als das Ende der sichtbaren Löscharbeiten. Erst wenn die gesamte Brandfläche intensiv kontrolliert, Glutnester aufgespürt und abgelöscht wurden und auch von versteckten Brandherden keine Gefahr mehr ausgeht, kann ein solcher Einsatz tatsächlich abgeschlossen werden“, erklärte Niederösterreichs Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner.

https://noe.orf.at/stories/3367931


Donnerstagnachmittag ist eine gewaltige Gewitterzelle, eine sogenannte Superzelle, über den Raum Kittsee (Bezirk Neusiedl am See) gezogen. Sie hat Starkregen und orkanartige Windböen in die Ortschaft gebracht. Die Fahrt durch Kittsee gleiche der Fahrt durch ein Katastrophengebiet, so die Bezirksfeuerwehr.

https://burgenland.orf.at/stories/3367877


LKW-Anhänger „wie Schuhkartons umgeworfen“. Autos, Einkaufswagen, Straßenlaternen und Schaufenster wurden beschädigt, Dächer abgedeckt: Die Feuerwehr musste in den vergangenen Stunden bundesweit zu mehreren hundert Einsätzen ausrücken.

21. August 2026


Belgien / Hohen Venn

Mit Brandschneisen versucht die Feuerwehr nun, Deutschland vor dem Feuer in Belgien zu schützen. Einsatzkräfte hätten begonnen, die oberste Boden- und Vegetationsschicht zu entfernen, so das belgische Innenministerium, um mit Löschschläuchen in Gebiete nahe der Grenze vordringen zu können.

https://www.spiegel.de/panorama/hohes-venn-grossbrand-in-belgien-stinkt-bis-koeln-a-84494c96-875f-4d90-85ff-23f063c02eba

Foto: Bruno Fahy / Belga / dpa

18. August 2026


Belgien / Hohen Venn

Die Löscharbeiten sind erschwert, weil auch Teile des Torfmoores brennen und schweres Gerät dort oft im Boden versinkt. Deshalb sind auch Löschflugzeuge und -hubschrauber aus den Niederlanden, Schweden und Tschechien im Einsatz.

Der Brand in dem Naturschutzgebiet hat dramatische Ausmaße. „Wir werden hier Augenzeugen eines ökologischen Totalschadens“.

In Belgien zerstörten die Flammen bereits eine Fläche von mehr als 3.000 Hektar. Damit handelt es sich um den größten Waldbrand in der Geschichte des Landes.

Aufnahme von einer Drohne.

Rauchschwaden, verbrannte Böden

„Das Feuer breitet sich meist eher unsichtbar im Untergrund aus, das heißt, man sieht gar nicht genau, wo eigentlich der Brandherd ist.“

„Bei Moorbränden ist das Feuer eben meistens im Untergrund und kann sich in so einem ausgetrockneten Torf meterweit unter der Oberfläche fortbewegen und an einer anderen Stelle wieder nach oben durchbrechen“, sagte Sanders.

Auch Monate und Jahre später kann so ein „Zombiefeuer“ noch Probleme bereiten, wie ein Beispiel aus Frankreich zeigt. In der Region Bordeaux wird ein Gebiet nach einem Brand 2022 laut Feuerwehr noch heute überwacht. Zwei Jahre lang entdeckten Feuerwehrleute immer wieder Reste des Feuers. Anhaltende Trockenheit und starke Winde können neue Brände überraschend an anderer Stelle entfachen. Anzeichen können etwa glimmende Wurzeln oder Rauchwolken sein, die scheinbar aus dem Nichts aufsteigen.

https://www.tagesschau.de/wissen/klima/zombiefeuer-moore-100.html


Friaul

Bilder vom 16./17. August 2026:

Am 17. August nachmittags hat es gewittert.

Für 18. und 19. August ist kein Regen vorhergesagt.

Bilder aus einem Pressebericht vom 17. August 2026:

Der Pressedienst des Landes Kärnten veröffentlichte dieses Bild, das die enorme Rauchentwicklung bei den Waldbränden in Friaul zeigt. Seit Tagen wüten die Brände nahe Tolmezzo und Illegio sowie bei Chiusaforte.
Foto: Friuli Venezia Giulia

Löschflugzeuge werfen Wasser aus dem Weißensee über den Brandherden im Bereich des Monte Amariana ab. Neben einer italienischen Canadair-Maschine sind auch Airtrac-Flugzeuge aus Slowenien im Einsatz.
Foto: APA/AFP


Belgien, an der Grenze zu Deutschland

Aus einem (zahlungspflichtigen) Medienbericht:

Viel Zeit hat er nicht, der junge belgische Feuerwehrmann mit den definierten, tätowierten Oberarmen und dem geschorenen blonden Kopf. Er steht mit seinen Kameraden am Straßenrand in Sourbrodt, dem nördlichsten Ortsteil der belgischen Gemeinde Waimes im Hohen Venn und damit auch dem ersten, der am Samstagmittag, als das Feuer sich immer rapider ausbreitete, evakuiert wurde. In seiner Hand hält er einen Pappbecher Kaffee. Hundert Meter hinter ihm beginnt die Straßensperre, beginnt das Einsatzgebiet, beginnt das Feuer.

Seinen Namen verrät der junge Mann nicht, ein offizielles Interview müssten seine Vorgesetzten freigeben, doch die haben gerade Besseres zu tun. Das verrät der Rauch, der mal einige Minuten lang weiß, dann für eine Zeit lang bräunlich-orange aus dem Wald in die Ortschaft zieht. Einen Einblick in das, was er seit Freitagabend erlebt – zehn Stunden im Wald, zehn Stunden Pause, dann wieder zehn Stunden in den Wald –, will er trotzdem geben. Aber erst, wenn ein paar Schlucke Kaffee im Körper sind.

Auf den Straßen sind größtenteils keine Menschen mehr unterwegs, dafür umso mehr Lastwägen und Traktoren, die Tanks voller Wasser in Waldnähe schleppen und den Einsatzkräften ihr wichtigstes Werkzeug liefern.

Die niederländischen Chinook-Armeehelikopter, die mit gigantischen 3.000 Liter-Eimern aus der Luft löschen, können in diesem Teil des Feuers gerade nicht eingreifen: Aufgrund des dichten Rauchs haben sie keine Möglichkeit, Wasser aufzunehmen.

Auf dem Gelände ihres Bauunternehmens hat Cindy Gazon, erste Schöffin der Gemeinde Waimes, eine temporäre Verpflegungsstation aufgebaut. Sie ist eine sportliche Frau in ihren Vierzigern, mit dunklen Haaren und gelbem T-Shirt und schneller Brille, ständig klingelt ihr Telefon. »Seit Samstagnachmittag sammeln wir hier Lebensmittel für die Landwirte und Feuerwehrleute. Das sind alles Spenden«, sagt sie und zeigt auf große Haufen Äpfel und Bananen, Cola-Dosen und Wasserflaschen. »Die Supermärkte haben Sandwiches geliefert, Privatleute helfen mit allem, was sie haben. Die Solidarität ist riesig.«

Die Freiwilligen stellen aus den Spenden Pakete zusammen, die die Feuerwehrleute mit ins Einsatzgebiet nehmen können. Zu ihnen gehören auch Françoise, eine Krankenpflegerin aus dem Nachbarort, und ihr Mann, der ein Catering-Unternehmen betreibt und deswegen sowohl die ganze Gemeinde kennt als auch schnell an Lebensmittel kam. Sie stelle sich darauf ein, dass das Feuer noch lange brennen werde, sagt Françoise, sie erinnere sich an den letzten großen Brand 2011. Im Hohen Venn gibt es große Torfabschnitte, auch wenn das oberflächige Feuer gelöscht ist, kann es im Boden noch wochenlang weiterglühen.


Von einem Feuerwehrmann:

Auch wenn es keine offenen Flammen mehr gibt, geht es darum, Glutnester einzudämmen. Denn, so erklärt es Joachim Thelen, stellvertretender Löscheinheitsführer der Feuerwehr Gangelt: „Auch wenn es aussieht, als wäre soweit, das Feuer hier gelöscht, haben wir es an vielen Stellen mit Bodenfeuern zu tun. Das heißt, unter dem Boden setzt sich das Feuer fort.“

Bei der Bekämpfung dieser unsichtbaren Gefahrenquellen ist die Feuerwehr dabei auf besondere Technik angewiesen. Zunächst wird der Waldboden mit Hilfe einer Wärmebildkamera nach heißen Stellen geprüft. Unterschiedliche Farben auf dem Display geben Hinweise auf Temperaturunterschiede der Erde. „Und so wissen wir, dass wir an den Stellen unter der Erde noch Feuer haben“, so Thelen. Wurde eine solche Stelle identifiziert, wird die Stelle mit einer speziellen Harke freigelegt. Dabei werden, wenn notwendig, auch „tiefere Löcher in die Erde reingeschlagen“, erklärt Thelen.

Grenzgebiet Belgien / Deutschland (15./16. August 2026):

17. August 2026


Österreich

830 Feuerwehrleute waren/sind im Einsatz.

Die Flammen haben bis zum Gartenzaun des Ehepaars Walenta gereicht: „Wir haben Riesenglück gehabt, dass sich der Wind geändert hat, in der Richtung. Sonst wären die Häuser weg“, erzählt Helmut Walenta, der von der Evakuierung am Freitag betroffen war. Die Ausmaße des Brandes und wie nah die Flammen tatsächlich waren, wurde vielen Bewohnern erst einen Tag später bewusst: „Heute sehen wir erst, wie nah es wirklich war. Du musst so alt werden, damit du so etwas erlebst“, schildert Auguste Walenta die Situation.

https://noe.orf.at/stories/3367145


Deutschland

1.400 Feuerwehrleute sind im Einsatz

Wann die rund 2000 Bewohner des evakuierten Ortsteils Gey in ihre Häuser und Wohnungen zurückkehren können, blieb weiter offen. Die Einsatzkräfte wollen unter anderem abwarten, ob eine mögliche Unwetterzelle mit stärkerem Wind am Abend das Feuer wieder anfachen könnte, wie der Kreis mitteilte.

https://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/huertgenwald-wuest-spricht-von-erster-hoffnung-auf-kontrolle-des-waldbrands-a-61b6252e-3fe3-4e64-8987-4f77e0832731


Belgien – Grenze zu Deutschland

Seit Freitagnachmittag brennt es in einem Naturschutzgebiet in Belgien unweit der deutschen Grenze. Die Stadt Monschau rief Bewohner nun auf, sich auf eine Evakuierung vorzubereiten.

https://www.spiegel.de/ausland/naturschutzgebiet-hohes-venn-waldbrand-in-belgien-nahe-deutscher-grenze-weitet-sich-aus-a-7654e70f-348c-4b0f-9344-10f917c58ebc


Bildbericht zum Einsatz in Österreich:

https://www.austrianwings.info/2026/08/fotoreportage-black-hawk-lion-super-puma-und-ecureuil-kaempften-gegen-waldbrand

Der Einsatz war auch logistisch eine enorme Herausforderung. Mehr als 800 Feuerwehrleute mussten mit Trinken und Essen versorgt werden.


Der Innenminister von Nordrhein-Westfalen, Herbert Reul (CDU), sagte bei einem Besuch in Hürtgenwald, er habe so etwas noch nie gesehen. 1.400 Leute seien im Einsatz, dazu noch viele Freiwillige. „Jeder weiß, das Feuer ist entstanden durch irgendeinen Idioten. Irgendein Idiot hat das Feuer verursacht. Und darüber muss man nachdenken, wie verantwortungslos die Leute in der Gegend rumrennen, einfach irgendwas wegwerfen. Das ist das eigentliche Problem“, sagte Reul.

https://orf.at/stories/3439233

15. August 2026


Deutschland – Waldbrand in der Eifel wohl größter in NRW-Historie

Alle etwa 1.800 Bewohner des Orteils Gey hätten ihre Häuser und Wohnungen verlassen, teilte eine Sprecherin des Kreises Düren bereits am Freitagmorgen mit.

Landwirtschaftsministerin Gorißen sagte der dpa, dass sie schon von weitem während der Anfahrt die Rauchsäulen habe aufsteigen sehen. „Das ist so ein bisschen apokalyptisch. Es ist ein sehr beeindruckendes Bild, sehr trauriges Bild, den Wald brennen zu sehen.“

https://www.zdfheute.de/panorama/waldbrand-feuer-eifel-huertgenwald-100.html


Frankreich

Im Südwesten Frankreichs hat ein neuer Waldbrand indes 1100 Hektar Land erfasst. Die Ausbreitung des am Donnerstag in einem Kiefernwald im Département Landes ausgebrochenen Feuers sei zwar „gebremst“ worden, erklärte Feuerwehrchef Arnaud Fabre am Freitag. Der Präfekt des Départements, Gilles Clavreul, warnte jedoch angesichts von Temperaturvorhersagen von 36 Grad Celsius, bei der Brandbekämpfung seien die „nächsten Stunden entscheidend“.


Kroatien

Verletzte gab es aufgrund eines Waldbrandes an der kroatischen Adriaküste im Raum Omiš. Auch Häuser und Autos wurden zerstört. Mehr als ein Dutzend Verletzte wurden in Krankenhäuser gebracht, darunter sieben mit lebensgefährlichen Verbrennungen, berichteten kroatische Medien.

Feuerwehr kritisiert „unverantwortliche Personen

„Wir hatten eine äußerst schwierige Nacht, wir haben eine komplizierte Lage in dem Gebiet von Lokva Rogoznica bis Omis“, sagte der Feuerwehrchef Slavko Tucakovic. Die Lage sei in der Nacht „äußerst besorgniserregend“ gewesen.

Er kritisierte zudem, dass „unverantwortliche Personen“ durch das Weiterfahren mit ihren brennenden Fahrzeugen zur Ausbreitung des Feuers beigetragen hätten. „Sie haben sich nicht an die Anweisungen gehalten.“ Die Hitze sei so intensiv gewesen, dass Felsen gespalten wurden, Strommasten umstürzten und die Straßen durch Erdrutsche blockiert seien.


Österreich

Im Föhrenwald in St. Egyden am Steinfeld (Bezirk Neunkirchen) ist Freitagmittag erneut ein Brand ausgebrochen. Zahlreiche Feuerwehren rückten aus. Eine Siedlung wurde evakuiert, die Gemeinde richtete ein Notquartier ein. Der Einsatz wird wohl noch tagelang dauern.

84 Feuerwehren mit 700 Mitgliedern bekämpften am Freitag die Flammen im Föhrenwald in St. Egyden, so Klaus Stebal, Sprecher des Landesfeuerwehrverbands Niederösterreich.

„Verlassen sie sofort ihr Haus!“

https://noe.orf.at/stories/3367006


Niedriger Wasserstand des Rheins

Der Rhein hat an der Engstelle Kaub einen neuen Tiefstand erreicht. Zu Wochenbeginn waren es noch 16 Zentimeter. Der bisherige Tiefstwert stammt aus dem Oktober 2018 und lag bei 25 Zentimetern. Aber es geht noch weiter: Nach der Vorhersage des Elektronischen Wasserstraßen-Informationsservices Elwis fällt der Pegel dort bis Samstag auf neun Zentimeter.

Damit droht dem Fluss eine Zweiteilung. Der Rhein sei im Prinzip nicht mehr durchgängig befahrbar, warnte Jens Schwanen, Geschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Binnenschifffahrt. Südlich von Kaub drohe ein komplettes Abschneiden der Transportwege, sagte Thomas Puls vom Institut der deutschen Wirtschaft der „Rheinischen Post“.

https://www.t-online.de/finanzen/aktuelles/wirtschaft/id_101384528/niedrigwasser-im-rhein-jetzt-droht-chemieindustrie-produktionsstopp.html

Man liest diese Angaben von 16 Zentimeter und 9 Zentimeter und nimmt sie zur Kenntnis.

Aber ich wollte mir das bildlich vorstellen: Ich habe mein Trinkglas genommen. Das hat eine Höhe von 13 Zentimeter.

14. August 2026


Niedriger Wasserstand der Donau

Kurzfristig bedeutet das geringere Frachttiefen und höherer Aufwand für Binnenschifffahrt sowie mögliche Einschränkungen für wasserintensive Industrieanlagen entlang der Donau.

https://de.statista.com/infografik/36516/pegelstaende-der-donau-an-ausgewaehlten-messstationen-in-bayern

Die Donau führt aktuell außergewöhnlich wenig Wasser. Die Pegelstände in den freien Fließstrecken liegen rund 60 cm unter dem langjährigen Niederwasserwert, in der Wachau sind noch 2,0 Meter, östlich von Wien 1,8 Meter Fahrwasser in der Tiefenrinne gegeben. Die Güterschifffahrt ist weitgehend zum Erliegen gekommen,

Die aktuelle Niederwasserperiode bewegt sich auf dem Niveau der bisher markantesten Vergleichsjahre 2003 und 2018. 2018 war das bislang letzte historische Niederwasserjahr: Damals brach das Transportaufkommen auf der österreichischen Donau um 25,1 Prozent ein, von 9,6 Millionen auf 7,2 Millionen Tonnen.

https://www.viadonau.org/newsroom/news/detail/niederwasser-an-der-donau-bund-und-viadonau-verstaerken-massnahmen-zur-sicherung-der-schifffahrt

13. August 2026


Die anhaltende Dürre verursacht in der österreichischen Landwirtschaft Schäden in historischem Ausmaß. Betroffen sind sämtliche landwirtschaftliche Kulturen in allen Bundesländern.

Es handelt sich um eine historische Dürrekatastrophe in einer bisher unbekannten Dimension. Jetzt geht es um die Existenz vieler bäuerlicher Familienbetriebe.

https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20260811_OTS0090/totschnigmoosbruggerneumann-hartbergerstrasser-landwirtschaft-durch-die-duerre-bringen


Das anhaltende Niedrigwasser im Rhein zwingt erste Unternehmen in Deutschland zu Produktionskürzungen. Südlich der Stadt Kaub drohe ein komplettes Abschneiden der Transportwege, sagte Thomas Puls, Verkehrsexperte des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), der „Rheinischen Post“ (Dienstagausgabe). Da weder Straße noch Schiene die anfallenden Güter aufnehmen könnten, sei die wahrscheinlichste Reaktion der Grundstoffindustrien eine Produktionsreduktion.

Der Chemiekonzern Covestro meldete bereits Einschränkungen. „Aufgrund der akuten Niedrigwasserlage ist der Rohstoff- und Warenverkehr derzeit erheblich eingeschränkt“, sagte ein Sprecher dem Blatt.

https://www.derstandard.at/story/3000000335043/d252rre-industrie-drosselt-wegen-rhein-niedrigwasser-produktion

Covestro ist nicht „irgendwer“:

Konzernumsatz 2025: € 12.900.000.000,–

Als Global Player im Bereich der Polymerstoffe sind unsere innovativen Materialien überall um Sie herum – oft unsichtbar, aber unverzichtbar. Von der Dämmung in Ihrem Zuhause über Komponenten in Ihrem Smartphone bis hin zur Spezialfolie auf Ihren Ausweisdokumenten: Sie sind niemals mehr als zehn Meter von einem Covestro-Produkt entfernt.

11. August 2026


Große Ernteausfälle

Aus einem Medienbericht:

Von massiven Ernteausfällen ist die Rede. Von überfüllten Schlachthäusern, weil sich Landwirte um ihr Futtermittel für den Winter sorgen. Die Erträge über sämtliche Getreide (außer Mais) liegen um ein Fünftel niedriger als im Vorjahr und 14,4 Prozent unter dem Fünfjahresschnitt. Beim Mais dürfte es noch schlimmer kommen – bis hin zum Totalausfall, warnen Bauern aus Oberösterreich.

Ähnliches gilt für die Sojabohne, die den Energiegehalt des Mais im Viehfutter um wertvolle Proteine ergänzt. Keine andere Nutzpflanze eignet sich dafür auch nur annähernd so gut wie die Leguminose, die zu 40 Prozent aus Eiweiß besteht. Noch seien die meisten Sojaflächen zwar grün, berichtet die Landwirtschaftskammer. Doch einige Sorten werfen bereits die Blüten ab, viele sind niedrig im Wuchs. Es ist zu warm und zu trocken. Wie viel der Ernte heuer ausbleibt, sei noch schwierig einzuschätzen. Je nach Standort sei mit einem Minus von 20 bis 70 Prozent zu rechnen.

Für die heimische Lebensmittelversorgung ist das besonders problematisch. Denn im Gegensatz zu den meisten EU-Staaten erzeugt Österreich nennenswerte Mengen des Sojabedarfs selbst. Die Eigenversorgungsquote liegt in der Regel bei rund 40 Prozent, im EU-Schnitt sind es nur etwas mehr als sechs Prozent.

Innerhalb Europas und der EU konzentriert sich der Anbau auf nur wenige Agrarländer. Die größten fünf Sojaproduzenten kommen auf jeweils über 80 Prozent der gesamten Erntemengen. Mit seinen rund 83.000 Hektar an Sojaflächen ist Österreich in dieser elitären Runde vertreten. Je nach Erntejahr an dritter oder vierter Stelle der EU-Staaten. Nur Italien und Frankreich verzeichnen regelmäßig noch größere Erträge.

Wenn man diverse Berichte (nicht nur den obigen hier) liest: Kommt da noch so einiges auf uns zu, wovon wir aktuell noch nichts ahnen?


Im Süden Europas brennen weiterhin in mehreren Ländern Wälder. In Südfrankreich waren mehr als 200 Feuerwehrleute im Département Lozère im Einsatz. Bis zum frühen Sonntagabend hatte das Feuer eine Fläche von mehr als 100 Hektar erfasst. Zwei Dörfer wurden vorsorglich evakuiert. In Spanien wurden knapp 500 Menschen wegen eines Waldbrandes in Sicherheit gebracht.

Das ausgebrochene Feuer habe bislang in der Provinz Huelva rund 8.000 Hektar erfasst, teilte die Regionalregierung von Andalusien mit. Das Feuer im französischen Gemeindegebiet von Massegros-Causses-Gorges war etwa 140 Kilometer nordwestlich von Montpellier ausgebrochen. Etwa 220 Feuerwehrleute waren im Einsatz, unterstützt von fünf Löschflugzeugen. Die Feuerwehr forderte nach eigenen Angaben weitere Verstärkung an, da sich das Feuer immer weiter ausbreitete und zunächst nicht unter Kontrolle gebracht werden konnte.

https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2026-08/waldbrand-suedfrankreich-lozere-feuerwehr-evakuierung-trockenheit


Vorarlberg / Bodensee

Wegen des niedrigen Wasserstands werden aktuell nur Tretboote verliehen. Für Elektroboote reicht der Pegel nicht aus.

https://vorarlberg.orf.at/stories/3366275


Am Bodensee wird die Schifffahrt wegen Niedrigwasser teilweise eingestellt:

Ab dem 10. August kann die Landestelle Langenargen vorerst nicht mehr angefahren werden.

Es kann zu Verspätungen aufgrund des niedrigen Wasserstands kommen: Unsere Schiffe müssen mit größerem Abstand zum Ufer und langsamer an die Landestellen fahren. Auch der Ein- und Ausstieg kann mehr Zeit in Anspruch nehmen. Wir bitten Sie um Verständnis für die außergewöhnliche Situation und mögliche Verzögerungen. Vielen Dank.

https://www.bsb.de/de

9. August 2026


Meine persönliche Höchsttemperatur von einem nicht geeichten Thermometer heute Nachmittag: 40,0 Grad.

Ich kann mich nicht erinnern, dass wir 40 Grad schon einmal erreicht hatten. Aber auch diese Erinnerung ist „nicht geeicht“.

Am zweiten Tag in Folge sind in Österreich neue Allzeithöchstwerte gemessen worden. Im niederösterreichischen Bad Deutsch-Altenburg stieg die Temperatur am Nachmittag um 15.40 Uhr auf 41,2 Grad, wie Daten der GeoSphere Austria zeigten. In Wien-Stammersdorf wurden – wie schon am Dienstag – 41 Grad verzeichnet.


Niederösterreich

Ein Großbrand ist am Nachmittag in St. Egyden im Bezirk Neunkirchen ausgebrochen. Um die 100 Hektar Fläche sind betroffen. Die Feuerwehr löste im Laufe des Nachmittags die höchste Brandalarmstufe B4 aus.

Die Feuerwehr spricht von mehr als 40 Feuerwehren, die derzeit im Einsatz sind. Die Rauchsäulen sind kilometerweit zu sehen.

Foto: Lenger

Foto: Holger Recht

5. August 2026


Brand in der Lobau im Grenzgebiet zwischen Niederösterreich und Wien

Ergänzung vom 5. August 2026, 10:00 Uhr: „Brand aus!“

Die Glut einer Zigarette dürfte laut Forstamt für den Großbrand am Mühlwasser verantwortlich sein. Hundertprozentig erwiesen ist das aber nicht. Brandursache war laut Polizei ein „Fahrlässigkeitsdelikt“. Das Feuer dürfte jedenfalls von einem viel genutzten Weg ausgegangen sein. Die Brandermittlergruppe des Landeskriminalamtes untersucht den Fall. Ausgeschlossen wurde von den Brandermittlern, dass das Feuer aufgrund einer Grillerei ausbrach.

Das ist in etwa das Gebiet:

Etwa 70 Fahrzeuge der Feuerwehr aus Wien und von Feuerwehren aus Niederösterreich mit etwa 300 Einsatzkräften sind im Einsatz.

Auch die Betriebsfeuerwehr der OMV ist im Einsatz. Alle in der Nähe befindlichen Gasstationen seien so weit abgesichert, heißt es.

Das betroffene Gebiet erstreckt sich über 18 Hektar.

„Mörderische Temperatur“: aktuell etwa 36 Grad, bis zum frühen Morgen soll die Temperatur auf 27 Grad absinken.

4. August 2026


Extreme Hitzebelastung im Osten Österreichs

Unter dem Einfluss eines mächtigen Hochdruckgebiets und subtropischen Warmluftmassen kommt es derzeit zu außergewöhnlich hohen Temperaturen im Osten Österreichs und damit verbunden zu einer extremen Hitzebelastung.

Diese führt zum Beispiel zu erhöhter Körpertemperatur, Schwäche und Müdigkeit und im extremen Fall auch zu Verwirrtheit und Schwindel. Mögliche Ursache dafür: Dehydrierung. Es wird empfohlen, auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten sowie unnötige Anstrengungen während der heißesten Tageszeit zu vermeiden. Suchen Sie schattige und gekühlte Orte auf.

Den ganzen Tag scheint die Sonne. Der Himmel ist weitgehend wolkenlos und es wird am Nachmittag extrem heiß mit Tageshöchsttemperaturen um 39, örtlich um 40 Grad, bei einem tagsüber mäßig auflebenden Wind aus Südost.

https://www.geosphere.at

Aktuell, etwa 13:00 Uhr, haben wir den „40er“ noch nicht erreicht.

Wenig bewegen, immer wieder trinken, zwischendurch immer ein Häppchen essen – da ist es erträglich.

4. August 2026


Ich bin froh, dass ich nicht mehr berufstätig bin und mich daher entspannt durch die hohen Temperaturen bewegen kann.

Wien:

©️ https://wetter.zone

3. August 2026


Frankreich

Auszug aus einem Bericht von Nils Minkmar, der vor Ort war.

„Meine Tage im Fegefeuer“

In der Nacht begann eine nun legendäre Aktion.

Der Bürgermeister von Lacanau Laurent Peyrondet schloss sich mit Bauunternehmern, Waldbesitzern und Ingenieuren zusammen und unternahm den Bau einer gewaltigen Feuerschneise, die sich schützend zwischen Brand und Stadt legte.

Heute ist noch unklar, welche Genehmigungen ihm dazu vorlagen.

Sie fällten Bäume in einem Tempo, das unter normalen Umständen undenkbar gewesen wäre. Bald war die kleine Stadt an entscheidenden Stellen abgesichert.

Danach entstand im sonst verschlafenen Rathaus eine Art Krisenzentrum, in dem auch externe Berater gratis mitwirkten. Die Hilfs- und Spendenwelle rollte an. Es formierten sich private Gruppen wie die Chicanos, die der Feuerwehr assistieren und dazu ihre privaten Fahrzeuge und Wassertanks nutzen.

Peyrondet und sein Team waren nicht Tennis spielen und erfanden auch keine Telefonate mit Macron. Mehrmals am Tag gab es auf der Seite des Rathauses eine durchdachte, gut verständliche und ausführliche Lagebeschreibung. Überhaupt war die Kommunikation aller politisch Verantwortlichen die wahre Freude in der entsetzlichen Lage: Immer aufrichtig, nie selbstbezogen, sondern lösungsorientiert und wertschätzend.

2. August 2026


Diverse Medienberichte:

Die Waldbrände in Griechenland bringen Feuerwehrleute an ihre Grenzen: Bei starkem Wind haben Hunderte Einsatzkräfte gegen Flammen an mehreren Stellen im Land angekämpft. Der Wind sei teils so stark, dass Löschflugzeuge kein Wasser aufnehmen und über den Flammen ablassen konnten.

In Griechenland sind zwei Löschhubschrauber zusammengestoßen.

Teilweise erreicht das Löschwasser durch die starken Winde und die Hitze nicht die Brandherde. Es wird vom Wind verweht oder verdampft durch die Hitze.

Starker Wind mit Geschwindigkeiten bis zu 100 km/h.

Die Brände sind rd. 60 km von Athen entfernt.

Stand: 1./2. August

2. August 2026


Ein auszugsweiser Bericht aus der Umgebung von Madrid:

„Es ist entsetzlich zu sehen, dass die Hölle existiert.“
Fast 80.000 Hektar gingen im Hinterland von Spaniens Hauptstadt Madrid in Flammen auf, Tausende flohen.

Es beginnt mit Asche. Zuerst sind es nur ein paar graue Flocken, die lautlos auf Autos und Hausdächern niedergehen. Dann wird der Rauch dichter. Die Sonne verschwindet hinter einem braungrauen Schleier. Schließlich schrillt auf den Handys der Alarm des Katastrophenschutzes. „Dies ist ein realer Notfall“, heißt es in der Warnmeldung. Dann folgt die Aufforderung zur Evakuierung.

„Sie haben den ganzen Ort geräumt. Stellen Sie sich vor: Tausende Menschen verlassen gleichzeitig ihre Häuser“, berichtet ein Einwohner. Nach der Aufforderung zur Massenflucht bilden sich lange Autoschlangen. Auf den Rücksitzen sitzen Kinder und Hunde, auf den Anhängern Fahrräder und Koffer.

Polizisten fahren durch die Straßen und fordern per Lautsprecher die Bewohner auf, ihre Häuser sofort zu verlassen. Manche schließen noch hastig Fensterläden. Das Ausmaß und die Flammengeschwindigkeit der Brände westlich von Madrid und in der benachbarten Provinz Ávila übertreffen alles, was selbst erfahrene Feuerwehrleute bislang erlebt haben. Windböen treiben glühende Rindenstücke Hunderte Meter weit durch die Luft und entzünden immer neue Brandherde.

Tausende Feuerwehrleute, Soldaten der militärischen Katastrophenschutzeinheit UME und freiwillige Helfer kämpfen tagelang gegen haushohe Feuerwände. Löschflugzeuge ziehen ununterbrochen ihre Kreise über dem bergigen Gelände. Am Boden arbeiten die Einsatzkräfte bis zur völligen Erschöpfung.

Auf manchen Campingplätzen stehen nur noch Gerippe von Wohnwagen. Dort, wo bis vor wenigen Tagen grüne Kiefernwälder wuchsen, ragen dunkle Baumgerippe in den Himmel – das war einmal ein Wald. Für die Löschhelfer endet der Einsatz damit noch lange nicht. Glutnester können sich tagelang halten. Ein Windstoß genügt, um das Feuer neu anzufachen.

29. Juli 2026


Die Wetteraussichten für meinen Standort (Wien):

©️ https://wetter.zone

Bordeaux:

©️ APA/AFP/Ed Jones

15 km vor Bordeaux wüten die Brände.

Bordeaux: Hauptstadt der Region Nouvelle-Aquitaine und des Départements Gironde, wirtschaftlicher und kultureller Mittelpunkt Südwestfrankreichs, am linken Ufer der Garonne, 98 km vor ihrer Mündung in den Atlantischen Ozean, 243 600 Einwohner (Agglomeration 877 000 Einwohner).

https://brockhaus.de

Ein Motiv aus Spanien:

©️ APA/AFP/Ume

Das Motiv wirkt auf mich apokalyptisch.

Außerdem: Wie muss man sich in dieser Hitze in der Uniform/Schutzkleidung fühlen?

28. Juli 2026


Es toben weiterhin Waldbrände in Frankreich und Spanien.

Aus einem Medienbericht:

Allerdings sind die Brände kaum zu stoppen. In Frankreich stellen die Wetterexperten erstmals in Europa ein Phänomen fest, das von den Megabränden in den USA und Kanada bekannt ist: die „Feuerstürme“. Die gewaltige Hitze eines solchen „Pyrocumulonimbus“ produziert Winde, die ständig die Richtung ändern und immer mehr Brände entfachen. Die Feuerwehrleute sind dagegen oft machtlos. Zudem bewirken die Feuer durch die steigende Heißluft plötzliche Gewitter, deren Blitze neue Brände auslösen. Der Regen verdampft, bevor er den Boden erreicht hat, wie der Meteorologe Eric Rigolot am Sonntag erklärte.

Ich habe versucht, mich ein wenig schlau zu machen, was denn so ein Feuersturm, ein Pyrocumulonimbus, ist:

Ein Pyrocumulonimbus (oft PyroCb genannt) ist eine durch extreme Hitze ausgelöste Gewitterwolke. Wenn ein großer Brand – etwa ein Waldbrand oder eine Explosion – so viel Energie freisetzt, dass die heiße Luft wie ein gigantischer Kamin nach oben schießt, kann daraus ein voll entwickeltes Gewitter entstehen.

Intensive Hitze eines Feuers erzeugt einen starken Auftrieb.
Der Rauch- und Hitzeplume steigt kilometerhoch.
Beim Aufsteigen kühlt die Luft ab → Wasserdampf kondensiert → eine Pyrocumulus-Wolke entsteht.
Wenn der Aufstieg stark genug ist, bildet sich Eis im oberen Wolkenbereich → Ladungstrennung → Blitzbildung → der Pyrocumulonimbus ist geboren.
Diese Wolken können Höhen von 10 bis 15 km erreichen und manchmal sogar die Stratosphäre durchstoßen.
Rauch gelangt in die Stratosphäre, wo er wochen- bis monatelang bleibt und global verteilt wird.
Sie können sich zu selbstverstärkenden Feuerwettersystemen entwickeln.

Ein normales Gewitter entsteht durch feuchte, warme Luft, die aufsteigt.
Ein Pyrocumulonimbus entsteht durch extreme Hitze eines Feuers, die den Aufstieg erzwingt.

Zusammensetzung der Wolke
– Normales Gewitter: Wassertröpfchen, Eispartikel
Saubere oder leicht staubige Luft
– Pyrocumulonimbus: Wassertröpfchen + Eis
Rauch, Asche, Ruß, organische Aerosole
Teilweise sehr dunkle, bräunliche Wolken

Pyrocumulonimbus
Blitzbildung zusätzlich durch Rußpartikel und starke Turbulenz
Oft extrem viele Blitze
Blitze schlagen häufig außerhalb des Brandgebiets ein → neue Feuer

In Frankreich brennen rund 42.000 Hektar allein in der Region Gironde. Solche „Megafeuer“ erzeugen enorme Hitze — genug, um eine Feuerwolke kilometerhoch zu treiben. Das ist die Grundvoraussetzung für PyroCb-Bildung: ein Feuer, das stark genug ist, um seine eigene Atmosphäre zu erzeugen.

Außergewöhnliche Hitze und Dürre in Südeuropa. Die Vegetation ist ausgetrocknet, die Luft heiß, die Böden staubtrocken.
Das bedeutet:
Die Feuerenergie verpufft nicht durch Verdunstung.
Die heiße Luft steigt ungebremst auf.
Die Atmosphäre ist labil genug, um Gewitterbildung zu unterstützen.
Trockenheit + Hitze + große Feuer = perfekte PyroCb‑Bedingungen.

Ein Pyrocumulonimbus macht ein Feuer unberechenbar, weil er:
eigene Winde erzeugt
Blitze produziert, die neue Brände entfachen
Fallwinde erzeugt, die Feuerfronten sprunghaft verlagern
Rauch bis in die Stratosphäre schickt


Ob das oben geschriebene alles so stimmt, kann ich mangels eines eigenen Wissens nicht beurteilen. Ich habe das Wissen vom Copilot, also von Microsoft.
Das sollte nicht unerwähnt bleiben.

Falls die Informationen falsch sind, kann man mich gerne korrigieren.


Dieses Foto zeigt ein abgebranntes Haus und Auto zwischen Lège-Cap-Ferret und Marcheprime westlich von Bordeaux, aufgenommen am 26. Juli 2026.
AFP/ROMAIN PERROCHEAU

APA/AFP/Romain Perrocheau

26. Juli 2026


Die Hitze hatte in den vergangenen Tagen Frankreich und Spanien fest im Griff.

In Frankreich ist das Militär mit etwa 1.500 Mann zur Unterstützung der Feuerwehren zur Bekämpfung der Waldbrände im Einsatz.

Ein Video aus Spanien vom 24. Juli 2026:

Die Flammen haben sich innerhalb von 8 Minuten rasend schnell genähert.
Das Video ist auf 3 Minuten komprimiert.

Eine Notunterkunft in Frankreich für Leute, die ihr Haus verlassen mussten:

Für mich hier in Wien sieht die Vorhersage so aus:

©️ https://wetter.zone/wetter/land/Wien

25. Juli 2026



Die Hitzewelle ist beendet!

In der Nacht von heute auf morgen hatten wir hier in Wien noch eine Temperatur von etwa 25 bis 26 Grad. Der Vormittag hat noch „wie üblich“ begonnen. Sonnig, die Temperatur ist auf mehr als 30 Grad gestiegen.

Im Laufe des Nachmittags ist, wie vorhergesagt, die Temperatur merklich gesunken. Teilweise Regen, windig.
Alle Fenster auf, die Wärme aus den Räumlichkeiten hinauslassen.
Gegen 21:00 Uhr lediglich etwa 21 bis 22 Grad.
Eine Erholung für den Körper. So angenehm!

Für die kommenden Tage sind Temperaturen von etwas unter 30 Grad vorhergesagt.

1. Juli 2026



Sammelsurium von Berichten usw. zu den hohen Temperaturen


Gleisverwerfung in Vorarlberg:

ÖBB: Aufgrund der aktuell außergewöhnlich hohen Temperaturen kann es heute und in den kommenden Tagen zu Einschränkungen im Bahnverkehr kommen, da die hohen Temperaturen auch die Bahninfrastruktur erheblich belasten. Wir ersuchen Sie daher um Verständnis und erhöhte Aufmerksamkeit. Wenn möglich, verschieben oder vermeiden Sie nicht unbedingt notwendige Bahnreisen in den kommenden Tagen.


Deutschland

Kurz vor 22 Uhr sperrte die Polizei die Petersstraße für den Verkehr. Mehrere geparkte Fahrzeuge wurden abgeschleppt, um Platz für die Einsatzfahrzeuge zu schaffen. Wenige Minuten später trafen zahlreiche Einheiten des Katastrophenschutzes ein. Ziel der Einsatzkräfte war es, die Bewohner vor Ort herunterzukühlen und so eine Verlegung in Krankenhäuser möglichst zu vermeiden. Dafür kamen unter anderem Ventilatoren zum Einsatz, die für Luftbewegung sorgten. Zusätzlich wurden Kühlpacks eingesetzt, die Bewohner mit Elektrolytlösungen versorgt und ihr Gesundheitszustand fortlaufend überwacht.

https://rp-online.de/nrw/staedte/krefeld/krefeld-grosseinsatz-in-altenheim-sorge-um-bewohner-wegen-hitze_aid-150566555


Universitätsklinik Freiburg, drittgrößte Klinik in Deutschland

Formal sei die Klinik wegen der Hitze in einer internen Schadenslage, Patienten und Mitarbeitende seien gefährdet. Im Einsatz ist der Katastrophenschutzbeauftragte.

Philippe Pohlmann, Arzt an der Urologie in der Freiburger Uniklinik: Die Lage sei krass und eigentlich nicht mehr erträglich oder tolerierbar. Die Patienten lägen nackt in ihren Betten und in ihrem Schweiß, erzählt er.

Auch für seine Kolleginnen und Kollegen ist die Hitze kaum auszuhalten. Besonders heiß ist es im Dienstzimmer, das unter dem Dach des Altbaus liegt. 38 Grad hat hier eine Kollegin in dieser Woche mit einem Thermometer gemessen, sie sollte hier übernachten, für eine 24-Stunden-Schicht. Völlig undenkbar sei das.

„Wenn es bis Mittwoch nicht besser wird, werden wir evakuieren“, sagt Thorsten Hammer. Auf dieses Szenario ist er als Katastrophenschutzbeauftragter vorbereitet, die Pläne liegen in seinem Schreibtisch. Die Patienten werden dann in die Messehalle gebracht. Die Räume dort sind klimatisiert.

Der Bericht ist zahlungspflichtig.

https://www.faz.net/aktuell/wissen/medizin-ernaehrung/hitzewelle-extremtemperaturen-treiben-uniklinik-in-freiburg-ans-limit-accg-200968011.html


Extreme Hitzebelastung im Osten Österreichs

Unter dem Einfluss eines mächtigen Hochdruckgebiets und subtropischen Warmluftmassen kommt es derzeit zu außergewöhnlich hohen Temperaturen im Osten Österreichs und damit verbunden zu einer extremen Hitzebelastung. Diese führt zum Beispiel zu erhöhter Körpertemperatur, Schwäche und Müdigkeit und im extremen Fall auch zu Verwirrtheit und Schwindel. Mögliche Ursache dafür: Dehydrierung. Es wird empfohlen auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten sowie unnötige Anstrengungen während der heißesten Tageszeit zu vermeiden. Suchen sie schattige und gekühlte Orte auf. Achten sie besonders auf Kinder und vulnerable Personen in ihrer Nähe.

©️ https://www.geosphere.at

Österreich-Karte mit den Temperaturen von 04:00 Uhr und mit der Vorhersage

27. Juni 2026


Wettervorhersage https://www.geosphere.at

Österreich:
Samstag, 27. Juni 2026
Im ganzen Land steht einmal mehr hochsommerliches Wetter mit teils extremer Hitze und viel Sonnenschein am Programm. Im Flachland ist es die meiste Zeit wolkenlos, im westlichen Bergland entstehen ab dem späteren Vormittag Quellwolken. Am Nachmittag sind lokale Wärmegewitter zu erwarten. Der Wind weht schwach bis mäßig aus Ost bis Süd. Frühtemperaturen 15 bis 24 Grad, Tageshöchsttemperaturen 34 bis 39 Grad, mit den höchsten Werten im Osten.

Sonntag, 28. Juni 2026
Die andauernde Hitzewelle erreicht ihren voraussichtlichen Höhepunkt. Am Vormittag scheint verbreitet die Sonne von einem nahezu wolkenlosen Himmel. Im Bergland entstehen bereits im Laufe des Vormittags Quellwolken und spätestens ab Mittag steigt die Schauer- und Gewitterneigung, vor allem zwischen Vorarlberg und der Obersteiermark. Der Wind weht abseits von Gewittern meist schwach bis mäßig aus südlichen Richtungen. Es wird heiß! Frühtemperaturen 15 bis 26 Grad, Tageshöchsttemperaturen 34 bis 40 Grad! Am heißesten ist es im Osten.

Wien:
Samstag, 27. Juni 2026
Das hochsommerliche Hochdruckwetter samt Hitzewelle hält an. Es ist meist wolkenlos, ein paar Wolken machen sich erst am Nachmittag bemerkbar. Der Wind weht schwach bis mäßig aus Südost. Frühtemperaturen um 24 Grad, Tageshöchsttemperaturen um 38 Grad.

Sonntag, 28. Juni 2026
Die aktuelle Hitzewelle erreicht voraussichtlich ihren Höhepunkt. Von früh bis spät ist es strahlend sonnig, Wolken sind kaum sichtbar. Der Wind weht schwach bis mäßig aus Südost. Frühtemperaturen um 25 Grad, Tageshöchsttemperaturen um 40 Grad!

Montag, 29. Juni 2026
Zum Wochenstart setzt sich das sonnige und heiße Wetter weiter fort. Während der Nachmittagsstunden tauchen mitunter erste Quellwolken auf. Diese bleiben vorerst aber harmlos. Der Wind aus Südost weht mäßig, in den höchsten Lagen auch lebhaft. In der Früh um 26 Grad. Tagsüber noch einmal bis 40 Grad.


Ich war heute noch einkaufen. Vorräte für die kommenden Tage eingelagert.

Ich gehe bis inklusive Montag sicher nicht raus.

In den Häuserschluchten Wiens fühlen sich 40 Grad anders an als in ländlichen Gebieten oder an einem See oder gar an einem Meeresstrand.

Bleibt gesund!


Wettervorhersage https://www.dwd.de

Deutschland:
Am Samstag vor allem im Laufe des Nachmittags ausgehend von den westlichen Mittelgebirgen und im Norden und Nordwesten zunächst nur lokale, kräftige Gewitter. Dabei eng begrenzt Unwettergefahr durch heftigen Starkregen um 30 l/qm binnen kurzer Zeit, großem Hagel über 3 cm und schweren Sturmböen um 100 km/h (Bft 10). Am Abend und in der Nacht zum Sonntag im Nordwesten erhöhte Unwettergefahr durch verbreitete Gewitter. Großräumig schwere Sturmböen / orkanartige Böen zwischen 100 und 120 km/h (Bft 10-11) nicht ausgeschlossen.

Heute und am Wochenende Höhepunkt der Hitzewelle und Ausweitung der starken Wärmebelastung auf nahezu ganz Deutschland. Lediglich einige Küstenabschnitte und Inseln teilweise außen vor. Zudem aufgrund der immer geringeren Abkühlung in den Nächten auch bis in den Osten in den Nachmittagsstunden zunehmend extreme Wärmebelastung.


ADAC https://www.adac.de

Autobahnen sind teilweise gesperrt. Es kann zu Blow Ups kommen, wo die Fahrbahn aufplatzt.

Teilweise Geschwindigkeitsbeschränkungen auf 60 km/h.

Es ist eine extreme Hitzephase: Am Freitag, 26. Juni, wurden in Saarbrücken 41,3 Grad gemessen – die höchste Temperatur, die jemals in Deutschland registriert wurde. Am Samstag ziehen die Temperaturen voraussichtlich noch weiter an. Mit bis zu 42 Grad in Bayern könnte die Hitzewelle ihren Höhepunkt erreichen.


ÖBB https://www.oebb.at/

Nicht unbedingt notwendige Bahnfahrten sollen vermieden oder verschoben werden.

Bei Gleisverwerfungen durch Hitze dehnen sich die Schienen aus, was zu Verformungen führen kann und kurzfristige Streckensperren und Geschwindigkeitsreduktionen zur Folge hat.

26. Juni 2026

Übersicht

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