Treibstoffe

In den letzten zwei bis drei Tagen habe ich mehrmals gelesen, dass die Versorgung mit Kerosin bis Ende Juni gesichert sei. Auf den Zeitraum danach wollte sich niemand der dafür Verantwortlichen und Zuständigen festlegen.

Wenn man die unten stehenden Berichte nochmals liest, könnte man meinen Ach, wird schon nicht so schlimm werden. Zuvor hat es geheißen, Ende Mai und jetzt heißt es Ende Juni.

Jeder soll sich seine eigene Meinung darüber bilden.

11. Mai 2026


Es mehren sich die Berichte, wonach es mit Kerosin knapp werden könnte.

Wer für den Sommerurlaub bereits eine Flugreise gebucht hat, sollte sich nicht zu früh freuen.

Auch die Preisgestaltung bei Pauschalreisen ist komplex. Klingt einfacher, als es tatsächlich ist. Es ist das berühmte Kleingedruckte, das hier Preissteigerungen möglich macht. Es kommt hier ganz auf den Vertrag an, den man abgeschlossen hat.

Ein Bericht dazu: https://www.zdfheute.de/wirtschaft/lanz-reiche-urlaub-fluege-kerosin-luftverkehr-100.html

Besonders dramatisch könnte es sein, wenn es mit dem Rückflug nicht mehr klappt.

Man sollte – meiner bescheidenen Meinung nach – die Nachrichtenlage genau verfolgen.

22. April 2026


Wenn Verantwortliche und Politiker beschwichtigen und beruhigen, dann stimmt mich das bedenklich.

Österreich

Grünes Licht für die Freigabe hat es bereits im März gegeben, in einem ersten Schritt erhält die OMV die erste Tranche Rohöl aus der damals freigegebenen staatlichen Pflichtnotstandsreserve.

Derzeit sei die Versorgung in Österreich gesichert, merkte das Wirtschaftsministerium an.

https://orf.at/stories/3427422/

Deutschland

Nach einem Krisentreffen hat Wirtschaftsministerin Reiche versichert, dass es keine Kerosin-Engpässe gebe. Die freien Tankstellen warnen vor Benzin-Engpässen rund um den 1. Mai.

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/verbraucher/mineraloelwirtschaft-energiekrise-treibstoff-kerosin-100.html

Die Versorgung mit Kerosin bleibt angespannt, auch wenn die Politik beschwichtigt. Bleibt die Straße von Hormus weiter gesperrt, dürften Flugpläne weiter ausgedünnt und Tickets noch teurer werden.

Nicht nur der Zufluss von Rohöl und Kerosin ist schwierig geworden. Auch Verarbeitung, Lagern und Verteilen des Flugbenzins ist mit Problemen behaftet. „Europäische Behörden priorisieren immer mehr die Versorgung des Militärs mit Treibstoff“ schreibt Energex, „das macht die Versorgung noch schwerer“.

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/weltwirtschaft/iran-krieg-kerosin-100.html

Berichte vom 20.04.2026


Deutschland

Bundesfinanzminister Klingbeil warnt vor einem Kerosinmangel und verlangt, die Versorgung sicherzustellen. Damit kritisiert er seine Kabinettskollegin Katherina Reiche, die bislang keine Engpässe befürchtet.

„Die Beratungen haben mir noch mal gezeigt, dass diese Krise größer und hartnäckiger ist, als viele glauben.“ Klingbeil scheint dabei aber auch so manches Kabinettsmitglied im Auge zu haben. Neben den Auswirkungen der hohen Spritpreise und dem Mangel an Düngemitteln durch die Schließung der Straße von Hormus sieht er den Mangel an Kerosin als ein Problem, das größere Aufmerksamkeit in der Regierung erfordert.

Damit kritisiert er indirekt Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU), die bislang einen Mangel an Kerosin, zumindest zu diesem Zeitpunkt, verneint hat. Sie liegt damit auch im Widerspruch zu Warnungen der Internationalen Energiebehörde, die eine solche Situation für Europa bereits für den kommenden Monat prognostiziert.

Der gesamte Bericht ist zahlungspflichtig. https://www.spiegel.de/politik/deutschland/energiekrise-lars-klingbeil-fordert-katherina-reiche-zu-vorbereitung-auf-kerosinmangel-auf-a-ee3c436d-66d0-4ca4-89f3-2476f5f9291a

Bericht vom 18.04.2026


Wird es eng mit Treibstoffen? Benzin, Diesel, Kerosin?

Bahnt sich da etwas an, dessen Auswirkungen wir noch gar nicht abschätzen können?

17.04.2026


Energieminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) rechnet wegen des Iran-Kriegs mit einem Lieferengpass bei Treibstoffen im Mai, will aber die Versorgungssicherheit notfalls mit staatlichen Reserven sicherstellen.

Bericht vom 15.04.2026

https://kurier.at/wirtschaft/diesel-kerosin-engpaesse-hattmannsdorfer-stocker/403150773


Europa habe »vielleicht noch etwa sechs Wochen Flugzeugtreibstoff«. Das hat der Direktor der Internationalen Energieagentur (IEA), Fatih Birol, in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Associated Press erklärt. Er warnte vor möglichen Flugausfällen, sollten die Öllieferungen durch den Irankrieg weiterhin ausbleiben.

Bericht vom 16.04.2026

https://www.spiegel.de/wirtschaft/irankrieg-europa-soll-nur-noch-etwa-sechs-wochen-kerosin-haben-katherina-reiche-sieht-keinen-mangel-a-733a8e85-e1c1-437c-ac69-00d4412d6360?sara_ref=re-nl-spiegeldertag1800-2026_04_16


Der Notfallplan der Europäischen Union gegen drohenden Kerosinmangel infolge des Irankriegs nimmt offenbar Gestalt an. Der Nachrichtenagentur Reuters liegt ein entsprechender Entwurf für ein Konzept zur Sicherung der Kerosinversorgung vor. Dieses ist für den 22. April angekündigt.

Die IEA prognostiziert, dass es bis Juni zu Engpässen kommen könnte, wenn die ‌Region nur die Hälfte der üblichen Lieferungen aus dem Nahen Osten ersetzen kann. Einige Flughäfen warnten vor Engpässen innerhalb von drei Wochen, sollte die Straße von Hormus ‌für Treibstofflieferungen geschlossen bleiben.

Bericht vom 16.04.2026

https://www.spiegel.de/wirtschaft/iran-krieg-eu-arbeitet-an-notfallplan-gegen-kerosinmangel-a-4659bd76-09a8-43d0-9ecd-995219db3cac


Europa verfügt nach Einschätzung der Internationalen Energieagentur (IEA) nur noch über einen Kerosinvorrat von etwa sechs Wochen. IEA-Direktor Fatih Birol bezeichnete die aktuelle Lage als „größte Energiekrise, die wir je erlebt haben“, und warnte vor möglichen Flugausfällen, sollte die Blockade der Straße von Hormus durch den Iran-Krieg andauern. Die EU arbeitet derweil an einem Notfallplan.

Bericht vom 17.04.2026

https://orf.at/stories/3427088/


Die EU-Kommission reagierte bislang zurückhaltend auf die Warnungen. Eine Sprecherin betonte, es gebe derzeit keine Hinweise auf einen tatsächlichen Treibstoffmangel. Gleichzeitig räumte sie ein, dass es „insbesondere bei Flugkraftstoffen in der nahen Zukunft zu Versorgungsengpässen kommen könne“.

Auch deutsche Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche zeigte sich verhalten. Sie sehe in Deutschland bislang keine drohende Knappheit bei Flugzeugtreibstoff und könne die geäußerten Sorgen nicht bestätigen. Reiche verwies darauf, dass Kerosin auch in deutschen Raffinerien produziert werde und die deutsche Wirtschaft somit nicht ausschließlich von Importen abhängig sei.

Der österreichische Energieminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) geht ebenfalls davon aus, dass es zu einer Kerosin- und Diesel-Knappheit kommen wird, er rechnet bereits ab Mai mit Engpässen.

Bericht vom 17.04.2026

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