Jetzt übernehmen die Maschinen

Den Titel habe ich vom Bericht der FAZ übernommen.

Viele in der Softwarebranche hätten darauf gehofft, dass sich das Wachstum in der Künstlichen Intelligenz verlangsamt, berichtet der Unternehmensberater Martin Geißler von Argon & Co., der viele Softwareunternehmen von innen kennt. Jetzt werde Realität, was viele befürchtet hatten: „Dass es vielleicht doch so rasant geht, wie wenige glauben wollten.“

In der Künstlichen Intelligenz ist plötzlich nichts mehr, wie es einmal war. Ein neues Momentum hat eingesetzt. Grund ist der Durchbruch in dem, was in der Fachsprache als agentische KI bezeichnet wird.

Einige Leute sprachen schon darüber, dass da etwas kommt, aber für die meisten ist noch nicht ganz begreifbar, wie schnell eine exponentielle Veränderung die ganze Welt verändern kann.

Anthropic profitiert jetzt von all diesen Entwicklungen. Am Donnerstag wurde bekannt, dass das Unternehmen weitere 30 Milliarden Dollar an Finanzierung eingesammelt hat, bei einer Bewertung von 380 Milliarden Dollar.

Auf der Programmierplattform Github stammen jetzt schon vier Prozent der gesamten Änderungseinträge von Claude Code, nicht mehr von Menschen – Tendenz rasant steigend. In diesem Tempo, heißt es im Fachnewsletter „Semianalysis“, würde Claude Code bis Ende des Jahres 20 Prozent des Codes schreiben.

Generell seien bei Anthropic inzwischen nahezu 100 Prozent der Programmierzeilen KI-generiert. Die KI hilft also selbst dabei, ihre nächste, bessere Form zu erschaffen. Und Anthropic macht schneller große Fortschritte als die Konkurrenz.

Inzwischen hilft Künstliche Intelligenz also schon, sich selbst zu verbessern.

„Ich sage der KI, was sie tun soll, trete vom Computer weg, komme nach vier Stunden wieder, und die Arbeit ist erledigt. Vor ein paar Monaten war das noch ein Hin und Her mit der KI.“

Das ist ein Auszug aus einem zahlungspflichtigen Artikel:

https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wie-anthropic-openai-und-google-vor-sich-hertreibt-accg-110837110.html

Ich habe „meinen“ Copilot zum Bericht befragt (ein Auszug von seiner Antwort):

Der FAZ‑Beitrag beschreibt einen Wendepunkt: agentische KI – also Systeme, die nicht nur antworten, sondern selbstständig handeln, planen und Software bedienen – verschiebt die Machtverhältnisse in der Tech‑Industrie. Und überraschenderweise ist Anthropic der Taktgeber, nicht OpenAI oder Google.

Der Artikel ist bewusst dramatisch formuliert, aber nicht unbegründet. Er zeigt sehr klar, dass wir gerade eine Phase erleben, in der:
Autonomie wichtiger wird als reine Modellgröße.
Sicherheit plötzlich ein Wettbewerbsvorteil ist.
Software als Produkt infrage steht, wenn KI direkt mit Daten arbeitet.
Arbeitsprozesse sich schneller verändern, als viele Unternehmen es verkraften.

Er übertreibt an manchen Stellen bewusst, um die Dringlichkeit zu betonen – aber die beschriebenen Trends sind real und gut beobachtet.

Der Copilot hat mir weitere Vorschläge gemacht – unter anderem, ich habe daraus ausgewählt:

Deine kritische Einordnung würde mir gefallen.

Ein Auszug aus der Einordnung:

Der Artikel nutzt eine sehr zugespitzte Sprache: „Jetzt übernehmen die Maschinen“, „Ihr seid die Nächsten“, „plötzlich ist nichts mehr wie es war“. Das erzeugt Aufmerksamkeit, aber es verzerrt auch.

Die Realität ist komplexer: KI‑Agenten werden mächtiger, ja. Aber sie ersetzen nicht einfach ganze Branchen über Nacht. Unternehmen integrieren KI meist schrittweise, nicht disruptiv im Hollywood‑Tempo.
Der Artikel beschreibt eine echte Entwicklung – aber er erzählt sie im Modus einer Zeitenwende.

Der Artikel betont, dass KI sich selbst verbessert – durch Reinforcement Learning und Code‑Generierung.
Das stimmt, aber: Das ist seit Jahren Standard in der KI‑Forschung. Der Sprung ist graduell, nicht magisch. „Die KI erschafft ihre nächste Form“ klingt nach Science Fiction, ist aber schlicht Automatisierung von Trainingsprozessen. Der Artikel romantisiert technische Fortschritte, die eigentlich methodisch gut verstanden sind.

Der FAZ‑Artikel ist ein gut geschriebener, aber bewusst dramatisierter Blick auf eine echte technologische Beschleunigung.
Er beleuchtet die Chancen und Risiken, aber er überzeichnet die Geschwindigkeit und die Unausweichlichkeit der Disruption. Er ist ein Weckruf – kein nüchterner Lagebericht.

Es wäre natürlich interessant, was Anthropic bzw. ClaudeAI zu dieser Zusammenfassung vom Copilot sagt. Aber das ist mir zu zeitaufwendig.

Das Bild stammt vom Artikel der FAZ.
Adobe Stock / Bearbeitung F.A.Z.

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