Das Budget in Österreich

Der Fiskalrat ist ein unabhängiges Gremium, das sich aus 15 weisungsfreien Mitgliedern aus dem Bereich des Finanz- und Budgetwesens zusammensetzt. Zudem nehmen auch die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) und der Budgetdienst des Parlaments mit beratender Stimme sowie weitere einschlägige Expertinnen und Experten an den Sitzungen teil.

https://fiskalrat.at/organisation.html


15. Dezember 2025

Der Fiskalrat erwartet für die Jahre 2025 und 2026 ein gesamtstaatliches Budgetdefizit von 4,4% bzw. 4,1% des Bruttoinlandsprodukts (BIP), das auch mittelfristig deutlich über der Obergrenze von 3% des BIP verharrt. Als Folge der hohen Budgetdefizite steigt die Staatsschuldenquote stetig von 79,9% des BIP (2024) auf den historischen Höchststand von 87,7% des BIP (2029) an. „Der derzeit gültige Nettoausgabenpfad ist eine „lasche“ EU-Vorgabe, die eine nachhaltige Rückführung des Budgetdefizits nicht sicherstellt: Zwar ist von der Einhaltung der neuen Ausgabenregel trotz hoher Budgetdefizite und einer laufend steigenden Schuldenquote in allen Jahren bis einschließlich 2029 auszugehen.“, so Christoph Badelt, Präsident des Fiskalrates. Die Rückführung des Budgetdefizits unter die Maastricht-Obergrenze von 3% des BIP würde jedoch noch große, zusätzliche Konsolidierungsschritte erfordern.

Das drohende Verfahren wegen eines übermäßigen Defizits bzw. dessen erfolgte Einleitung führte zur Verabschiedung eines Konsolidierungspakets der Bundesregierung im Ausmaß von 14,6 Mrd. Euro (Vollausbau im Jahr 2029) mit dem Ziel, die 3%-Defizitmarke ab 2028 wieder zu unterschreiten. Für 2026 erwartet der Fiskalrat, dass das anvisierte Konsolidierungsvolumen von 8,7 Mrd Euro erreicht wird. Die Defizitprognose für 2025 und 2026 liegt mit 4,4% und 4,1% des BIP leicht unterhalb der geplanten Werte der Bundesregierung.

Die aktuelle Budgetsituation erfordert rasche, konsequente, nachhaltige und weitreichende strukturelle Konsolidierungsanstrengungen, um
– fiskalpolitischen Handlungsspielraum und Krisenresilienz wieder herzustellen,
– die politische Agenda der neuen Bundesregierung umsetzen zu können,
– Spielräume für notwendige Zukunftsinvestitionen zu schaffen,
– das trotz Auslaufens der temporären Krisenhilfen und Umsetzung des Konsolidierungspakets hohe Ausgabenniveau zu senken (die fiskalischen Auswirkungen der diskretionären Ausgabenerhöhungen seit 2020 betragen im Jahr 2025 noch immer knapp 11 Mrd Euro),
– die langfristige Schuldentragfähigkeit herzustellen und
– die Fiskalregeln der EU einzuhalten.

https://fiskalrat.at/

Oben ist von einem Betrag von 14,6 Mrd. die Rede.

Ausgeschrieben: 14.600.000.000,–

Mein Budget bewegt sich in dieser Größenordnung: x.000,–

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